Ümüt Nadeschda Vortrag: “Gelebte religiose Toleranz”

Ümüt Nadeschda Vortrag: “Gelebte religiose Toleranz”

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31 May, 2019 18:00 - 20:00

Ümüt Nadeschda Vortrag: "Gelebte religiose Toleranz"

Eine gebürtige Dresdnerin, jetzt seit 40 Jahren in Kirgisistan tätig, wurde 2005 zum Nobelpreis im Rahmen des Projektes 1.000 Frauen für den Frieden nominiert!

Einladung ins Deutsch-Russische Kulturinstitut e.V. am Freitag, 31. Mai 2019 um 18 Uhr zum Vortrag „Gelebte religiöse Toleranz“ von den Gründerin und Leiterin Karla-Maria Schälike des Vereins „Ümut-Nadjeschda“, eine heilpädagogische Initiative in Kirgisistan.

Vor 30 Jahren begann die erste heilpädagogische Initiative in Kirgisistan. Gegen starke Widerstände und Bedrohungen hat Frau Schälike mit ihrem Mann Igor und Mitarbeitern ein heilpädagogisches Werk aufgebaut. Heute sind es mehrere Kindergärten, eine Schule, eine Werkstufe, Werkstätten, ein Therapiezentrum. Die Einrichtungen werden zum überwiegenden Teil durch Spenden finanziert.

Auch ein Waldorf-Erzieher- und Lehrerseminar an der Universität in Bischkek ist daraus hervor gegangen, mit großer Ausstrahlung auf das ganze Land. Frau Schälike und Igor werden von der interessanten Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen berichten (mit Film), auch von der Mitarbeit junger Freiwilliger aus Deutschland und von dem besonderen Leben in Kirgisistan.

Zur Person Karla-Maria Schälike: geboren in Dresden-Hellerau, besuchte die Waldorfschule in der Jägerstraße, als dreizehnjährige siedelte die Familie in den 50-ger Jahren nach Westdeutschland um, studierte Pädagogik in Tübingen. Ende der siebziger Jahre ging sie über DAAD an die Lomonossow Uni in Moskau, lernte den sowjetischen Aspiranten Igor kennen, verliebten sich, heirateten und leben seit 1979 in Kirgisistan. Bis zum Zerfall der Sowjetunion stand sie als BRD-Bürgerin unter KGB Beobachtung, war als Deutschlehrerin tätig. 1989: Vereinsgründung „Ümut-Nadjeschda“, 1991: der kirgisische Schriftsteller Tschingis Aitmatov wird Ehrenpräsident des Kinderzentrums Nadjeschda, 2005: Nominierung von K-M. Schälike zum Nobelpreis im Rahmen des Projektes 1.000 Frauen für den Frieden. 2009: Verleihung des Bundesverdienstkreuzes, 2011: Verleihung des Ordens 'Danaker' an K.-M. Schälike für ihre erfolgreiche Arbeit.

Zur Person Igor Schälike: geboren 1949 in Frunse, Kirgisien (jetzt Bischkek), ältester Sohn von Waltraut Schälike („Ich wollte keine Deutsche sein“, Dietz Verlag 2006). Physikstudium an der Lomonossow Uni in Moskau, danach Aspirantur. Kennenlernen Karla-Maria, Heirat. 1989 gemeinsam mit Karla-Maria Gründung und Aufbau des Vereins „Ümut-Nadjeschda“.

Weitere Informationen zum Verein Ümut-Nadjeschda; www.nadjeschda.org

Wegen geringer Platzkapazität bitte um Anmeldung: drkidresden@drki.de