Kunst

Premiere von”Hoffmanniade”fand im Dresdner Deutsch- Russischen Kulturinstitut statt

Am 20.Februar begrüßte man im Deutsch-Russischen Kulturinstitut (DRKI) den großen Meisterder Animation Herrn Stanislaw Sokolow, den Leiter des Lehrstuhls der Animation und Computergrafik von VGIK, den verehrten Künstler Russlands und Regisseur von „Hoffmanniade“. Zum Treffen mit Herrn Sokolow kamen nicht nur Freunde des DRKI und ehemalige Mitarbeiter des bedeutenden deutschen Filmstudios DEFA, sondern auch junge Maler einiger Fachschulen aus Russland, der Ukraine, Polen und Deutschland, die an dem einzigartigen internationalen Projekt «Anima» in Dresden teilnahmen. „Hoffmanniade“ hat einen großen Erfolg bei dem Dresdner Publikum erzielt.

Wir hoffen auf weiteren Erfolg im Rahmen des 68. Berliner internationalen Filmfestivals „Berlinale“.

«Die brillante Regiearbeit von Stanislaw Sokolow, die bemerkenswerten Puppen – Meisterwerke hergestellt nach den Skizzen von Michail Schemjakin, die modernsten Technologien, sowie die feinste und einwandfreie Arbeit unserer Animatoren und Maler – all das macht unseren Film einzigartig» – sagte der Vorstandsvorsitzender von „Sojusmultfilm“ Frau Juliana Slaschewa im Interview der Informationsagentur REGNUM. Es gibt Interessenten, die den Film kaufen wollten, nach der Premiere in Berlin kommt es diesbezüglich zu weiteren Gesprächen. Der Film sei ein einzigartiges Beispiel der Puppen-Animation und bleibe in der Geschichte des Kinos, meinte Frau Slaschewa. Am 22. Februar wird «Hoffmanniade» im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin gezeigt, gleichzeitig wird im Foyer die Ausstellung der Puppen-Figuren, hergestellt im „Sojusmultfilm“ nach den Skizzen des Russischen Malers Michail Schemjakin, eröffnet.

Stanislaw Sokolow sprach einige seiner Gedanken über den neuen Animation-Film aus:

«Obwohl das Studio-Management der Meinung war, dass „Hoffmanniade“ für Filmfestivals und das ausgewählte Publikum gedreht wurde, habe ich immer geglaubt, dass der Film für alle verständlich wird, sogar für Kinder. Ich habe den Film ganz kleinen Zuschauern gezeigt, es gab überhaupt kein Problem und sie haben keine Angst gehabt. Gott sei Dank, es gibt Filmverleiher die nichts an dem Film ändern wollen und die der Meinung sind, der Film könne im Ausland
gezeigt werden».

«Wir haben versucht, den Film aktuell und modern zu gestalten, manchmal ist es so geworden,unabhängig von unserem Wunsch. Zum Beispiel, unser Held verliebt sich in eine Puppe. Sie war wirklich sehr attraktiv, aber es ist doch nur eine Puppe! Und jetzt treffe ich in der Presseimmer öfter auf Liebesgeschichten über künstliche Mädchen, die zum Beispiel von einigenJapanern geheiratet werden wollen. Sogar ihre Erbschaft wollen sie hinterlassen und
dergleichen».
«Oder eine andere Episode, die Prozession der Einhörner, in denen der Papagei schreit:”Invasion der blutrünstigen Mauren auf die unglücklichen Bewohner von Bamberg!”  Die ironische Szene, die wir vor einigen Jahren drehten, fiel fast vollständig mit der aktuellen Situation zusammen. Ich war in Dresden, als da Demonstrationen gegen Flüchtlinge stattfanden. Ich sah die neuen leeren Unterkünfte, in denen die Menschen, die nach
Deutschland einwanderten, wohnen sollten. Dort lebt niemand, weil ortsansässige letztlich niemanden reingelassen haben. Soviel für die Invasion von „blutrünstigen Mauren“ nach Europa».

«Ein sehr wichtiges Thema ist "das doppelte Leben" von Hoffmann. Er pflegte tagsüber als Anwalt in der Kanzlei zu arbeiten. Und nachts rannte er aus dem Alltag in seine Phantasien, die sich später in Märchen verwandelten. Er schrieb Musik und malte auf dem kalten Dachboden. Der moderne Mensch lebt oft das gleiche Doppelleben. Unzufrieden mit der Realität kann undmuss er sein Talent verwirklichen. Ich denke, der Film wird noch durch das Motiv der
Umwandlung des Autors in seine Helden anziehend sein, anschließend passieren mit denHelden unglaubliche Geschichten»….

Frauenbild der Oktoberrevolution

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Am 16. September 2017 wurde im DRKI die Fotoausstellung „Frauenbild der Oktoberrevolution“ eröffnet. Bei der Ausstellung handelt es sich um ein studentisches Projekt, welches die Studentinnen der Freien Universität Berlin Katharina Lucenkov, Marina Yakoboy, Nataliya Pushkin und Sabina Gimaeva im Rahmen der Lehrveranstaltung „Revolutionäres Osteuropa“ anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Oktoberrevolution erstellt hatten. In dem Projekt widmeten sie sich acht außergewöhnlichen Revolutionärinnen, u.a. der Politikerin, Pädagogin und Bildungsministerin Nadeschda Konstantinowna Krupskaja, der ersten weltweit weiblichen Botschafterin und aktive Teilnehmerin der Frauenbewegung Alexandra Michailowna Kollontaj und Elena Dmitriewna Stassowa, Sekretärin der Kommunistischen Partei.

Warum hatten sich die Studentinnen dieses Thema ausgesucht? Die Oktoberrevolution war ein prägendes Ereignis in der Weltgeschichte. Betrachtet man die Protagonisten der Revolution, die in die Geschichtsbücher eingingen, so waren das vornehmlich Männer. Doch auch zahlreiche Frauen prägten den Verlauf der Geschehnisse. Mit der Ausstellung sollen die Frauenfiguren, die meist in den Hintergrund gedrängt wurden, in den Fokus genommen und besonders wertgeschätzt werden. Auf den farbigen Fotos stellt die Schauspielerin Natascha Bondar jede Revolutionärin mit charakteristischen Zügen dar.

Der DRKI-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Schälike und Tilo Kießling, Vorsitzender des Stadtverbands DIE LINKE in Dresden und Kandidat für den Bundestag, eröffneten die Ausstellung. Die Kuratorinnen konnten leider aus persönlichen Gründen nicht anwesend sein. Bei russischer Musik, Wein und Blinis unterhielten sich die Besucher angeregt über die Ausstellung. Ein Besucher äußerte sich wie folgt: „Mir gefällt die Ausstellung. Sie ist erstaunlich.“

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Ein Comic über das Leben Dostojewskijs

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Am 21. November 2016 fand in den Räumlichkeiten der Bibliothek Dresden-Neustadt die gemeinsam vom DRKI und den Städtischen Bibliotheken Dresden organisierte Buchvorstellung „FMD – Leben und Werk von Dostojewski“ mit dem Autor und Illustrator Vitali Konstantinov statt. In einer erlesenen Runde zeigte der Autor Ausschnitte aus dem Comic und las Briefe von Dostojewskij vor, die er dazu verwendet hatte. So wurde die wechselhafte und spannende Geschichte des weltberühmten russischen Schriftstellers greifbar und anschaulich erzählt. Konstantinovs Graphic Novel ist in schwarz-weiß gehalten und liest sich nicht wie ein klassischer Comic. Viele Momente, die für das Leben Dostojewskijs wichtig waren, hat Konstantinov mit Zitaten aus den Briefen in Simultanbildern zusammengesetzt und hat dabei nicht nur Dostojewskijs Leben, sondern auch seine wichtigsten Werke dargestellt. Die Idee zu dem eigenen Buch kam ihm, nachdem er ein anderes Buch über Dostojewskij illustriert hatte.

Im Anschluss an die Buchvorstellung lud Konstantinov das Publikum ein, Lieder, die Dostojewskij in seinen Werken genannt hatte, mitzusingen. Das waren Lieder aus Dostojewskijs Lagerhaft. An der Balalaika begleitete und leitete der Autor den erlesenen „Gefangenenchor“, der sich große Mühe gab, die herzzerreißenden Lieder mitzusingen. Am besten sang der DRKI-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Schälike, der am Ende dankbar Konstantinovs Geschenk für die Dostojewskij-Bibliothek – ein Buch mit Gedichten von Daniil Charms mit Konstantinovs Illustrationen – entgegennahm.

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Dostojewskij-Festlichkeiten 2016

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Seit 10 Jahren steht das Dostojewskij-Denkmal zwischen Sächsischem Landtag und dem Kongresszentrum an der Elbe, aber nur wenige wissen, warum. Das DRKI hat deshalb eine Infotafel auf Deutsch, Russisch und Englisch erstellen lassen, die am 11. November 2016, dem 195. Geburtstag von Dostojewskij, enthüllt wurde. Am späten Nachmittag versammelten sich Vereinsmitglieder und geladene Gäste rund um das Denkmal. Darunter war der ehemalige Dresdner Oberbürgermeister Dr. Ingolf Roßberg, der gemeinsam mit dem DRKI-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Schälike die Infotafel enthüllte. Beide erinnerten in ihren Ansprachen an die Herausforderungen, mit denen das DRKI für die Errichtung des Denkmals zu kämpfen hatte. 10 Jahre hatten die Bemühungen um die Errichtung gedauert. Die Enthüllung des Denkmals hatte am 10. Oktober 2006 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt stattgefunden (siehe Seite Projekte).
Auch der amtierende Leiter des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kunst in Berlin Alexander Anisimov sowie eine Vertreterin des Russischen Generalkonsulats in Leipzig gedachten in ihren Ansprachen an die Bedeutung des Denkmals und dankten Herrn Schälike und seiner Frau für ihre Bemühungen. Anschließend legten die Gäste Blumen am Denkmal nieder.

Danach wurde im DRKI der vereinseigene Film über die Enthüllung des Denkmals erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. Die Gäste lauschten den gefilmten Reden von Merkel, Putin und Milbradt interessiert. Danach trug Michael Zschech eine Passage aus Dostojewskijs „Idiot“ vor. Virtuose russische Klaviermusik gespielt von der Petersburger Pianistin Elena Rubinova sowie ein reichlich gedeckter Buffett-Tisch rahmten die Festveranstaltung stimmungsvoll ein. Auch Dr. Werner Barlmeyer, ehemaliger Kulturamtsleiter von Dresden, war unter den Gästen.

Im Anschluss fand die Vernissage der Fotoausstellung „Lichte Nacht“ der Petersburger Fotografin Ljudmila Volkova statt. Diese Ausstellung zeigt das DRKI gemeinsam mit der Rudomino-Bibliothek für ausländische Literatur in Moskau. Dort wurde diese Ausstellung auch konzipiert und gezeigt. Die Kuratorin der Ausstellung Maria Popova erklärte den Gästen die Ausstellungsarbeit der Bibliothek sowie die Zusammenarbeit mit der Künstlerin Ljudmila Volkova. Im Rahmen der Reihe „Kulissen von Klassikern“, bei denen ein literarisches Werk aus fotografischer Perspektive gezeigt wird, sind mehrere Fotoalben entstanden. Drei Stück über Werke von Gontscharow und Gogol überreichte Frau Popova Dr. Schälike für die Dostojewskij-Bibliothek. Die Künstlerin Ljudmila Volkova erklärte anschließend die Konzeption ihrer Ausstellung „Lichte Nacht“: Sie basiert auf Dostojewskijs Erzählung „Weiße Nächte“. Jede Schwarz-Weiß-Fotografie entspricht einer aktuellen Adresse in St. Petersburg und wird von einem Zitat aus der Erzählung begleitet. Da 2016 das offizielle Jahr des Kinos in Russland ist, wird die Ausstellung zudem von Bildern aus der Verfilmung „Weiße Nächte“ von Pyrev aus dem Jahre 1959 begleitet. Dieses besondere Zusammenspiel verschiedener Kunstformen und der neuartige Zugang zur Literatur Dostojewskijs beeindruckte das Publikum sehr.

Am 13. November 2016 legten der russische Botschafter Wladimir Grinin, der russische Generalkonsul aus Leipzig Wjatscheslaw Logutow sowie der Präsident des sächsischen Landtags Dr. Matthias Rößler Blumen am Denkmal nieder und gedachten Dostojewskij als bedeutenden Schriftsteller. Grinin und Logutow waren anlässlich der Gedenkveranstaltung des Volkstrauertags nach Dresden gekommen. Dr. Schälike erläuterte ihnen anschließend die neu errichtete Infotafel.

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Erscheinen strikt erwünscht – Spöttisches von Grigory Kroshin im Institut

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Von Michael Werner
[Achtung, beinhaltet Ironie!]

Mit dieser –mehr oder weniger- freundlich nahegelegten Aufforderung zog jüngst eine ungewöhnliche Bekanntmachung im Deutsch-Russischen Kulturinstitut die Aufmerksamkeit auf sich: Aberwitzige Gedanken in Reimform wurden darin angekündigt und nach Kräften gegebene Antworten auf Fragen (so es denn welche geben sollte, war anzunehmen), aber genauso auch umgekehrt… Außerdem wurden potentiellen Glückspilzen lachhaft-witzige Bücher zu nur noch lachhaften Preisen in Aussicht gestellt – sogar mit Autogramm, eine Arbeitslast für den Autor, worauf ausdrücklich hingewiesen wurde.

Von derlei Möglichkeiten angelockt, versammelte sich am 24. August 2016 im Kulturinstitut eine kleine erlesene Runde Interessierter zum verkündeten historischen Treffen. Umgeben von lauter spöttischen Karikaturen des auftretenden Autors Grigory Kroshin, die noch mehr Spöttisches befürch…, das heißt natürlich erwarten ließen, lauschten sie Texten aus dessen neuem Buch „S baaalschim privjetom“ (übersetzt etwa: „Mit Suuupergruß“ ) sowie witzigen Anekdoten aus seinem bewegten Leben als Krokodil-Veteran (für Nichteingeweihte: damit gemeint ist eine Satirezeitschrift der verflossenen Sowjetunion und nicht etwa ein Amazonas-Reptil) und Berichterstatter aus dem Politik-Universum. Vorgetragen mit rapide fließendem Sprach-Stakkato vom Satiremeister höchstpersönlich und so lustig, dass zuerst er sich selber darüber amüsierte, sozusagen als Ironie-Vorkoster für seine Zuhörer, die sich wahrscheinlich als die so bezeichneten Glückspilze fühlten, denn sie hörten aufmerksam zu und fragten wissbegierig nach. Einige Bücher des Verdienten Satirikers kreisten in der Runde, wie groß die Arbeitsbelastung beim Signieren war, ist jedoch nicht bekannt. Der Abend klang aus mit einer kleinen Extraführung entlang der Karikaturenwände sowie einer hoch(oder tief?)theoretischen Diskussion über das Verhältnis zwischen weiter denkender Ironie und schnöder Wirklichkeit.

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