Leseklub des Deutsch-Russischen Kulturinstituts Dresden e.V.

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Ende 2017 nach dem Lagerfeuer Marina Zwetajewa haben wir uns erstmalig zusammengetroffen. Jeder wollte im Kreis von Lyrikfreunden ein gemütliches Stündchen verbringen: Gedichte vorlesen, über Bücher sprechen sowie Impressionen austauschen. Wir fragten uns: Gelingt es uns, auf ständiger Basis einen Lesekreis durchzuführen? Wir hatten Glück!

Mitglieder des Leseklubs des Deutsch-Russischen Kulturinstituts e.V.
Mitglieder des Leseklubs des Deutsch-Russischen Kulturinstituts e.V.

Nach zwei, drei Treffen war es klar, dass diese Treffen uns allen viel Freude bereiten! Im Laufe des Jahres waren unsere Abende verschiedenen Themen gewidmet: Der Lyrik von Marina Zwetajewa und Boris Pasternak, Alexander Brodsky, Bella Achmadullina, Bulat Okudzhawa, Ewgenij Ewtuschenko und Rainer Maria Rilke. Zum Gedenktag am 8. Mai haben wir Gedichte von sowjetischen Dichtern vorgelesen.

Den letzten Leseabend im Jahr 2018 widmeten wir Weihnachten und christliche Geschichten. Vor Weihnachten schafft so eine Lesung eine besondere weihnachtliche Stimmung!

Wenn alle Mitglieder des Lesekreises teilnehmen, sind wir zehn Personen. Hier wird insbesondere russische Literatur behandelt, aus diesem Grund unterhalten wir uns meistens russisch. Sehr spannend ist, dass einzelne Mitglieder des Kreises selber dichten und so unser Stündchen entsprechend bereichern.

Interesse teilzunehmen? Wir freuen uns auf jeden, der Lust hat, im gemütlichen Kreis der Poesiefreunde auf der Zittauer Straße, 29 ein Stündchen zu verbringen! Weil wir uns unregelmäßig treffen kontaktiere uns, um den nächsten Termin zu erfahren: drkidresden@drki.de oder Tel. 0351 8014160.

Kurzfilmtag in Dresden – mit einer Show russischer Aufnahmen über Astronauten gefeiert

Im russischen Zentrum des Deutsch-Russischen Kulturinstituts wurden im Rahmen der Aktion „Internationaler Kurzfilmtag“ die russischen Kurzfilme „Cradle“ und „Path to Heaven“ von der weltweit ersten Filmfirma der Welt, Space Film Industries (SFi), gezeigt.

Eine der Aufgaben der “Cradle” besteht nach Ansicht der Autoren darin, den zuverlässigsten Weg der Raumfahrt und den Charakter der Astronauten zu zeigen. “Cradle” ist kein Dokumentarfilm, aber der Film wurde mit dokumentarischer Sorgfalt gedreht: an realen Raumfahrzeugen der “Rockia and Space Corporation” “Energia”, an Raumfahrzeugsimulatoren in Star City im Cosmonaut Training Center.

Die Filmproduzentin Tatyana Bodrova wurde von Astronauten beraten: Der zweifache Held der UdSSR Alexander Alexandrov und der Held Russlands Yury Usachev. Dank der Freundschaft mit dem Arzt, der nach langen Orbitalexpeditionen die Gesundheit der Astronauten wiederhergestellt hatte, erfuhren wir von diesem wunderbaren Bild, Oleg Tatkov, und mit Hilfe der slawischen Studentin der Technischen Universität Dresden, Vera Grunberger, die die deutsche Übersetzung vorbereitete, konnten wir den Film der deutschen Öffentlichkeit vorstellen. Die Arbeit junger russischer Filmemacher war bei den Dresdnern sehr gut angekommen.

Oleg Tatkov
Oleg Tatkov

Der Film “Path to Heaven” wurde unter Mitwirkung der Mitarbeiter des Zentrums für Kosmonautentraining gedreht. Yu A. Gagarin und das Institut für biomedizinische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften. Dies ist der erste russische Dokumentarfilm über Mitbewerber um einen Platz im Kosmonautenkorps. Der Film wurde von Pilot-Kosmonaut, Anton Shkaplerov, Test-Kosmonaut Sergey Zhukov, Bewerber für das Kosmonautenteam Fyodor Girusov, Denis Efremov, Oleg Ivanov, Dmitri Stepanyuk und Yuri Timofeev gedreht.

Auf Einladung des Jugendzentrums der Union der Kinematographen Russlands mit der Unterstützung der Union der Kinematographen Russlands nahmen das Roskulttsentr, die Nationalstiftung zur Unterstützung der Rechteinhaber, Canon und das Deutsch-Russische Kulturinstitut in Dresden an der Allrussischen Aktion “Kurzfilmtag” teil. Das Programm “Stars in einem kurzen Meter” wurde unseren Zuschauern präsentiert, darunter die Filme “No” von Ivan Petukhov, “Bestechung” von Alexei Kharitonov, “In einem fremden Land” von Mikhail Chernykh, “Casting” von Vlad Makeychik und “Ricochet” von Timur Juraev.

 

 

 

 

 

 

Kurzfilmtag 2018
Kurzfilmtag 2018

3. Advent – ein bewegtes Wochenende mit über 150 Gästen

deutschland_russland_dresden

deutschland_russland_dresden

Der 3. Advent 2018 hatte es in sich. Wir konnten gleich 4 Gruppen in unserem Institut begrüßen. Das Wochenende startete am Freitag mit einem Weihnachtskonzert der Kinder der musikalischen Kinderstube für Ihre Eltern und Großeltern. Die Teilnehmer waren hellauf begeistert, einer meinte: “Ich bin richtig stolz auf meine Enkeln. Was die alles von Null an gelernt haben. Klasse.”

Der Samstag begann mit Darbietungen der musikalischen Kinder- und Jugendstube. In Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Landesgymnasium für Musik “Carl Maria von Weber” und Heinrich-Schütz-Konservatorium e. V. erklangen klassische und moderne Stücke auf verschiedenen Instrumenten. Zusammen Musizieren, Neues entdecken, Horizonte erweitern. Kinder und Erwachsene spielten Klavier, Geige und Saxofon. Arien aus Opern und Operetten erklangen. Durch die Musik konnten Länder kennengelernt und Generationen von Musikern zusammen gebracht werden.

Es folgt der Besuch einer Schulklasse aus  Sertovolo, einem Vorort von St. Petersburg, welche die Städtepartnerschaft zwischen Dresden und St. Petersburg stärkten. Unser Vorstandsmitglied Alexander Yaryzko und Vertreter in St. Petersburg konnte gemeinsam mit der Schulklasse nach Dresden reisen und ihnen die Sehenswürdigkeiten der Stadt näher bringen. Begleitet wurde die Schulklasse von der Direktorin Direktorin Valentina Nikolayevna Volkova.

Des Weiteren besuchte uns am Samstag eine Delegation des Fachschaftsrats Slawistik/Onomastik/Sorabistik der Universität Leipzig. Thema des Besuchs waren die russischen Spuren in Dresden. Gemeinsam mit der Schulklasse besuchten sie die russisch-orthodoxe Kirche St. Simeon Divnogorets, wo der Pater Georgy (Davydov) die Gruppe Empfang über das Gotteshaus sprach.  Weiter ging der Besuch “auf russischen Spuren” in Dresden zum Denkmal für F. Dostojewski, das 2006 vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt eröffnet wurde. Dr. Wolfgang Schälike, Vorstandsvorsitzender des Deutsch-Russischen Kulturinstituts, berichtete über die sowjetischen Kriegsdenkmälern der Nachkriegszeit. Dann legten russische und deutsche Schüler und Studenten sowie ihre Lehrer Blumen an das erste Denkmal der befreienden Soldaten im befreiten Deutschland – das Denkmal für den gefallenen sowjetischen Soldaten, den Bildhauer Otto Rost, nieder.  Der Tag endete mit einem Besuch im russischen Zentrum unseres Instituts. Hier schaute sich die Gruppe ein Video über die russischen Spuren in Dresden an stärkten sich bei Pelmeni und Tee in unserer Küche.

Hier einige Impressionen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mitgliederversammlung kulturell umrahmt

Das höchste Organ des Vereins ist die Mitgliederversammlung. Sie tagte Ende November in der Räumlichkeiten des DRKIs. Herr Dr. Schälike, berichtete als Vorsitzender des Vereins über die Arbeit des Vereins im vergangenem Jahr sowie über die Ziele für 2019. Wie es sich für ein Kulturinstitut gehört, wurde die Mitgliederversammlung kulturell durch Елена Рубинова  und Ihre Kinder bereichert. Es fanden auch Wahlen zum Vorstand statt. Wir wünschen allen Mitgliedern des Vorstands viel Erfolg und inbesondere Spaß.

Der neue Vorstand setzt sich wie folgt zusammen:

  • Vorsitzender: Dr. Wolfgang Schälike
  • Stv. Vorsitzender: Vitaliy Kolesnyk
  • Schatzmeister: Frank Mattheus
  • Rosemarie Polenz
  • Nadja Dosch
  • Alexander Yaryzko
  • Ruslan Yaworski
  • Inna Kotzian
  • Kristina Juneviciute
  • Natalia Zagorskaja
Herr Dr. Schälike berichtet
Herr Dr. Schälike berichtet

 

Musikalische Umrahmung der Mitgliederversammlung
Musikalische Umrahmung der Mitgliederversammlung

 

Neue Mitglieder des Vorstands stellen sich vor
Neue Mitglieder des Vorstands stellen sich vor

 

Ein Denkmal für den unbekannten Feigling

Wir bedanken uns ganz herzlich für die sehr interessante und lebhafte Vorstellung des neues Werkes durch Wjatscheslaw Kuprijanow. Begonnen hat die Buchvorstellung mit einer gemeinsamen Teestunde in der Küche des DRKIs. Hier berichtet der Autor (geb. 1939 in Novosibirsk) über einzelnen Stationen seines Lebens.

Nach der Teestunde ging es dann weiter in den Saal des DRKI und an die Lesung/Vorstellung des Buches “Ein Denkmal für den unbekannten Feigling”. Hier überzeugte der Autor über sein Fach und die Zuhörer sind nur so ins staunen gekommen. Der Autor stellte auch Passagen aus seinem Buch “”Muster aus Bambusmatten” vor.

Die anschließende Diskussion zwischen den Gästen und dem Autor gestaltete sich vielfältig. Ein voller Erfolg.

Was anderem über den Autor schreiben:
Helmut Golwitzer schrieb über diesen Autor: „Kuprijanow scheint mir einer der Dichter zu sein, deren Bewußtsein schon von der Geozentrik zur Kosmosweite übergegangen ist. Das gibt seinen Gedichten die große Perspektive, die Sicht des Menschenlebens von oben her. Das aber bringt die Erde nicht zum Verschwinden, unser Leben nicht zur Bedeutungslosigkeit. Als unser Himmelskörper wird die Erde nicht zu Nichts, wie nichtig klein sie auch im Vergleich zu den Dimensionen des Kosmos erscheinen mag. Sie ist „ein würdiger Platz“, der uns erlaubt, „einander nicht zu bedrängen und nicht auseinander zu fallen“ – ja gar mit einer Aufgabe für die Schulkinder auf anderen Planeten versehen.Der hoffnungsvolle Ton ist bei diesem Russen stärker als der erschrocken verzweifelte, der vielen westlichen Dichtern heute näher liegt.“

Über den Autor:
Wjatscheslaw Kuprijanow, geb. 1939 in Novosibirsk, lebt nach dem Studium der Sprachwissenschaft (seit 1967) als Lyriker und Übersetzer in Moskau. Mitglied des Russischen (1976) und des Serbischen (1999) Schriftstellerverbände, Mitglied des russischen und internationalen PEN. Er hat mehrere Autoren aus dem Deutschen übersetzt – von Hölderlin bis Nitzsche und Gunter Grass. Seine Verse sind in mehr als 50 Sprachen nachgedichtet, die letzen Bücher sind in diesem Jahr in Indien (Hindi) und Japan erschienen.