Ein Comic über das Leben Dostojewskijs

Ein Comic über das Leben Dostojewskijs

Am 21. November 2016 fand in den Räumlichkeiten der Bibliothek Dresden-Neustadt die gemeinsam vom DRKI und den Städtischen Bibliotheken Dresden organisierte Buchvorstellung „FMD – Leben und Werk von Dostojewski“ mit dem Autor und Illustrator Vitali Konstantinov statt. In einer erlesenen Runde zeigte der Autor Ausschnitte aus dem Comic und las Briefe von Dostojewskij vor, die er dazu verwendet hatte. So wurde die wechselhafte und spannende Geschichte des weltberühmten russischen Schriftstellers greifbar und anschaulich erzählt. Konstantinovs Graphic Novel ist in schwarz-weiß gehalten und liest sich nicht wie ein klassischer Comic. Viele Momente, die für das Leben Dostojewskijs wichtig waren, hat Konstantinov mit Zitaten aus den Briefen in Simultanbildern zusammengesetzt und hat dabei nicht nur Dostojewskijs Leben, sondern auch seine wichtigsten Werke dargestellt. Die Idee zu dem eigenen Buch kam ihm, nachdem er ein anderes Buch über Dostojewskij illustriert hatte. Im Anschluss an die Buchvorstellung lud Konstantinov das Publikum ein, Lieder, die Dostojewskij in seinen Werken genannt hatte, mitzusingen. Das waren Lieder aus Dostojewskijs Lagerhaft. An der Balalaika begleitete und leitete der Autor den erlesenen „Gefangenenchor“, der sich große Mühe gab, die herzzerreißenden Lieder mitzusingen. Am besten sang der DRKI-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Schälike, der am Ende dankbar Konstantinovs Geschenk für die Dostojewskij-Bibliothek – ein Buch mit Gedichten von Daniil Charms mit Konstantinovs Illustrationen –...
Jazzkonzert mit Triozean

Jazzkonzert mit Triozean

Am 24. September war die Dresdner Band TRIOZEAN zu Gast im Deutsch-Russischen Kulturinstitut. Die Band verzauberte die Gäste mit einer wundervollen Mischung aus Jazzklängen und russischer Lyrik in gemütlicher Atmosphäre. TRIOZEAN stellten ihr neuestes Album „Koschki“, zu Deutsch „Katzen“, vor. Darin sind erstmals in der Bandgeschichte Lieder mit Gesang – eigens vertonte Gedichte der russischen Poetin Marina Zwetajewa und der baschkirischen Dichterin  Kristina Adrianowa – zu hören. Das 10-jährige Bestehen der Band war auch Anlass für das neue Album und den Auftritt im DRKI. Los ging es mit dem Instrumentalstück „Transsibirische Eisenbahn“. Dieses läutete die Reise ein, auf die sich das Publikum nun mit der Band begab. Wir tauchten ein in unterschiedlichste und faszinierende Klangkonstellationen zwischen Jazz, Folkloreelementen, klassischen Pianoläufen und kontrastreichen Rhythmen. Am Schlagzeug begeisterte Krishan Zeigner, am Kontra- und E-Bass Lars Födisch. Die aus Russland stammende Sängerin Olga Nowikowa beeindruckte nicht nur mit ihrem Gesang, sondern auch mit ihrem Klavierspiel, bei dem die Finger kraftvoll und behände über die Tasten liefen. In der Pause stärkten sich Band und Besucher bei Wein und Sekt und kamen miteinander ins Gespräch. Danach ging es melodie- und kraftvoll weiter. Olga Nowikowa erzählte zu jedem der Lieder eine kleine Anekdote, sei es zu dem Gedicht über die „Welt als Torte“ von Kristina Adrianowa oder dem Lied „Kleines rosa Häuschen“, das eine Zwetajewa-Vertonung ist. Auch das Publikum durfte selbst musikalisch aktiv werden: Unter Anleitung der Musiker sangen die Gäste dreistimmig den Klang russischer Kirchenglocken nach. Als Zugabe gab es vom Trio ein russisches Kinderlied zu hören, welches besonders unsere russischen Gäste bezauberte. Nach dem Konzert tauschten sich Gäste und Musiker noch lange über...
Konzert „Musik verbindet“

Konzert „Musik verbindet“

Am 7. Mai fand im Kulturrathaus Dresden das Abschlusskonzert des Projektes „Musik verbindet”, welches vom DRKI organisiert worden war, statt. Jeweils 5 Nachwuchstalente vom College des Rimskij-Korsakow-Konservatoriums in St. Petersburg und vom Sächsischen Landesgymnasium für Musik in Dresden boten ein klassisches Programm auf höchstem Niveau dar. Mehrere Tage hatten die Schüler in Dresden gemeinsam mit ihren Mentoren Regina Glazunova (Leiterin der Internationalen Abteilung des St. Petersburger Konservatoriums), Andrej Ivanov (Professor am Konservatorium St. Petersburg) und Oksana Weingardt Schön (Dozentin an der Hochschule für Musik Dresden) ein abgestimmtes Konzertprogramm erarbeitet, welches sie zuvor schon einzeln in ihren Heimatstädten geprobt hatten. Mit Schumanns Märchenbildern op. 113, Nr. 1 eröffneten Sofia Gazieva am Klavier und Anne-Sophie Bertsch an der Viola das gut besuchte Konzert. Daraufhin verzauberten Stepan Repnikov am Waldhorn und Hanna Kunze am Klavier das Publikum mit Tschaikowskijs melancholischem Herbstlied. Lebhaft wurde es beim nächsten Stück: Die Violistin Elizaveta Glazunova (sie ist die Urenkelin des russischen Komponisten Alexander Glazunov und bereits sehr international erfahren) und Michail Ryndyk am Klavier spielten aus Franz Schuberts Sonate in g-Moll das Menuett und Allegro moderato. Und es blieb lebhaft: Mathilde Salzmann (Oboe), Elizaveta Glazunova (Geige), Anne-Sophie Bertsch (Viola) und Michail Granov (Cello) spielten Mozarts Oboenquartett in F-Dur – die Virtuosität des Oboenspiels sowie die heiteren Melodien erfreuten das Publikum sehr und es gab danach tosenden Applaus für das deutsch-russische Quartett. Danach spielten Michail Ryndyk und Sofia Gazieva vierhändig aus Griegs „Peer Gynt“-Suite die bekannten Melodien „Der Morgen“ und „Anitras Tanz“. Anschließend boten Manja Ernert an der Geige, Michail Granov am Cello und Elizaveta Marchenko am Klavier Sergej Rachmaninows Klaviertrio Nr. 1 in g-Moll auf beeindruckende...
Rachmaninow-Fest

Rachmaninow-Fest

Am 20. März 2016 wurde im Rahmen des Rachmaninow-Festes der symbolische Grundstein für ein künftiges Rachmaninow-Denkmal in Dresden gelegt. Aus diesem Anlass fand im DRKI eine literarisch-musikalische Matinee statt, bei der die Gäste sich der Persönlichkeit und dem Werk des großen russischen Komponisten Sergej Rachmaninow nähern konnten. Die Familie von Rachmaninow verbrachte drei Winter in der sächsischen Hauptstadt (von 1906 bis 1909). Der Komponist genoss ein ruhiges, zurückgezogenes Leben hier und fühlte sich bald in der Florenz an der Elbe heimisch. In seinen Briefen erinnerte sich Rachmaninow nostalgisch an diese Zeit voller Harmonie und Inspiration für ihn: „Wir leben hier still und bescheiden […] wir sehen keinen und kennen niemanden. Die Stadt selbst gefällt mir sehr: sehr sauber, sympathisch und viel Grün in den Gärten. […]“ (1906). Eine der berühmtesten Sinfonien, die zweite Sinfonie, sowie viele seiner späteren Werke komponierte Rachmaninow in Dresden. Im Jahr 1909 kehrte Rachmaninow, ein Familienversprechen haltend, nach Russland zurück. Der Abschied von der Stadt fiel ihm schwer. In einem Brief an seinen Freund und Lehrer Sergej Tanejew offenbarte er sein Betrübnis: „Wie schön ist es hier in Dresden, Sergej Iwanowitsch! Und wenn Sie wüssten, wie traurig ich bin, dass ich hier den letzten Winter verbringe!“ (1909). Die Konzerttouren und Gastspiele führten ihn aber immer wieder nach Sachsen zurück, er besuchte hier die Verwandten und nahm aktiv am Stadtleben teil und unterstützte finanziell die russisch-orthodoxe Gemeinde in Dresden. In diesem Jahr entschloss sich das DRKI, die Idee des bekannten russischen Dirigenten Michail Jurowski, ein Denkmal zu Ehren Sergej Rachmaninows in Dresden zu errichten, zu unterstützen und die Initiative dazu zu ergreifen. In der Matinee traten...
Das Duo „DomraPiano“ im DRKI Dresden

Das Duo „DomraPiano“ im DRKI Dresden

Am Samstag, den 5. März 2016, trat im DRKI das musikalische Duo „DomraPiano“ auf. Mit Natalia Anchutina (Domra) und Lothar Freund (Piano) stellt dieses Duo einen wahren Dialog der russischen und deutschen Kultur dar. Bereits mit den ersten Musiknoten und den für deutsche Ohren ungewohnten Klängen des traditionellen russischen Saiteninstruments Domra haben die international bekannten Musiker unser Publikum im Sturm erobert. Natalia Anchutina studierte an der renommierten Gnessin Musikakademie in Moskau. 2004 gewann sie bei dem wichtigsten internationalen Wettbewerb „Grand Prix“ den ersten Preis und zählt seitdem zur besten Domristin Russlands. Lothar Freund studierte Klavier und Liedbegleitung in Mainz. Nach dem Studium führten ihn Konzerte zu internationalen Festivals und zu Aufnahmen bei deutschen und europäischen Rundfunkanstalten. Seit 2007 ist er ständiger Klavierbegleiter von Natalia Anchutina. Das harmonische Spiel der beiden Musiker spiegelte die Einzigartigkeit und Ausdruckskraft der Domra wider. Mit einer atemberaubenden Technik und Einfühlsamkeit begeisterte das Duo das Dresdner Publikum. Die beiden Künstler präsentierten ein spektakuläres, hoch virtuoses Konzertprogramm mit einem Repertoire, das sowohl Originalwerke russischer Komponisten, als auch Transkriptionen der klassischen Konzertliteratur u.a. von Paganini enthielt. Nach dem Konzert erfreuten sich die Gäste an dem reichhaltigen russischen...
Premiere zum 100. Geburtstag von Swiridow

Premiere zum 100. Geburtstag von Swiridow

Das DRKI organisierte ein einzigartiges Konzert zu Ehren des 100. Geburtstags von Georgij Swiridow. Das Vokalduo „L‘Anima Lirica» (Maria Möller, Sopran und Anna Ryndyk, Mezzosopran) führten das Vokalpoem „Otchalivshaya Rus“ für Gesang und Klavier auf Jessenins Gedichte auf – es war eine Erstaufführung in Dresden! Der Konzertmeister Oleg Pilchen begleitete beide Sängerinnen am Klavier und der Schauspieler der Staatsoperette Dresden Bryan Rothfuss trug die deutsche Übersetzung von Jessenins Gedichten vor. Etwa 100 Menschen kamen in die ev.-meth. Zionskirche, um diese denkwürdige Premiere und das stimmgewaltige Konzert zu genießen. Das Vokalduo „L‘Anima Lirica“ wurde 2013 von russischstämmigen Sängerinnen gegründet, die mittlerweile eine große Anerkennung sowohl beim russischen als auch europäischen Publikum gewonnen haben. Ihr Repertoire umfasst Werke unterschiedlichster Epochen. Mit besonderer Hingabe werden aber vor allem (auch in Deutschland eher unbekannte) Werke von russischsprachigen Komponisten aufgeführt. Die Freundschaft des Duos mit dem DRKI begann mit einem Auftritt beim jährlichen Marina Zwetajewa-Lagerfeuer 2015. Damals eroberte es das Publikum durch eine ausdrucksvolle und einzigartige Interpretation der Gedichte von Zwetajewa und Achmatowa. Zur Swiridow-Premiere bereiteten wir uns mehr als drei Monate vor. Besonders schwer war die Vorstellung von Jessenins Gedichten, da viele von ihnen noch nie ins Deutsche übersetzt worden waren. Dank einer sorgfältigen und gut koordinierten Arbeit von Musikern und mehreren Freiwilligen wurde das Konzert zu einem großen Erfolg. Nach dem Konzert sprach das Publikum mit den glücklichen Künstlern noch lange bei einer Tasse...