Auf den Spuren Lomonossows..

Auf den Spuren Lomonossows..

Am 18. März 2017 fuhr das DRKI mit kulturhistorisch interessierten Einheimischen, russischsprachigen Migranten und Flüchtlingen nach Freiberg ins Erzgebirge, um auf den Spuren Michail Lomonossows zu wandeln. Unsere 20-köpfige Gruppe wurde von Prof. Friedrich Naumann, der im DRKI bereits einen Vortrag über die Verbindungen des sächsischen Bergbaus in Russland gehalten hatte, begrüßt und durch die Stadt geführt. Prof. Naumann gab im Rahmen der Führung einen kurzen Überblick über die Geschichte der Silberstadt Freiberg. Die erste wichtige Station unserer Exkursion war die Gedenkstätte „Lomonossow-Haus“ – es steht an dem Ort in Freiberg, an dem der russische Universalgelehrte Lomonossow in den Jahren 1739/40 bei Bergrat Henckel studierte. Leider konnten wir das Haus nicht von innen besuchen. Anschließend bestaunten wir den Fortuna-Brunnen, an dessen Skulptur verschiedene Bergbaufiguren dargestellt sind. Im Freiberger Mariendom nahmen wir an einer Führung teil und erfuhren viele theologische und historische Besonderheiten, die dieser Dom beinhaltet. Das Eingangsportal des Doms ist auch den russischen Gästen bekannt – die Kopie des Eingangsportals steht nämlich im Moskauer Puschkin-Museum für Bildende Künste! Am Ende der Führung lauschten wir einem kleinen Konzert auf der berühmten Silbermann-Orgel, der berühmtesten Barockorgel der Welt. Nach dem Mittagessen führte uns Prof. Naumann in die Mineralienausstellung Terra Mineralia im Schloss Freudenstein. Die Ausstellung umfasst ca. 3.500 Minerale, Edelsteine und Meteoriten aus aller Welt. Unsere Gruppe war von den besonderen Farben und Formen äußerst beeindruckt und folgte interessiert den fachmännischen Erläuterungen Prof. Naumanns. Die Exkursion erfolgte im Rahmen des DRKI-Projekts „Dialog der Zivilisationen“, bei dem Flüchtlinge, Migranten und Einheimische verschiedenen Formen der deutschen und russischen Zivilisationen kennenlernen...
Dialog der Zivilisationen

Dialog der Zivilisationen

Das Deutsch-Russische Kulturinstitut e.V. lädt Flüchtlinge, Migranten und Einheimische zu einem gemeinsamen Dialog der Zivilisationen ein! Das Projekt richtet sich vornehmlich an Flüchtlinge und Migranten, die Russisch sprechen oder verstehen bzw. in einem Land der ehemaligen Sowjetunion gelebt haben oder sich für die russischsprachigen Kulturen interessieren. Interessenten ohne Russischkenntnisse sollten Deutschkenntnisse besitzen. Das Projekt richtet sich außerdem an einheimische Dresdner, die sich für den Austausch mit Flüchtlingen und Migranten interessieren und zu einem Dialog beitragen möchten. Interesse an den russischsprachigen Kulturen wäre wünschenswert. Die Teilnehmer lernen anhand verschiedener Exkursionen und Vorträge verschiedene Facetten der deutschen und russischen Zivilisationen kennen und bringen sich – je nach Herkunftsland – mit ihren Erfahrungen ein. Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte per E-Mail bei Freyja Ebner (drkidresden@dresden.de) oder telefonisch unter 0351-8014160. Das Projekt wird im Rahmen der Richtlinie „Integrative Maßnahmen“ des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz gefördert und geht bis Ende Dezember 2017. Bisher geplante Veranstaltungen 08.03. 18 Uhr Internationaler Frauentag mit Festkonzert 18.03. Exkursion nach Freiberg, Treffpunkt um 9 Uhr Dresden Hbf 27.03. Exkursion zum Wasserwerk Tolkewitz, Treffpunkt um 10 Uhr Wehlener Str. 37 12.04. Exkursion zum Innovationskraftwerk Reick, Treffpunkt um 10 Uhr, Oederaner Str. 21 06.05. Subbotnik auf dem Sowjetischen Garnisonfriedhof, Marienallee, Beginn 10 Uhr...
80. Geburtstag von Valerija Schälike

80. Geburtstag von Valerija Schälike

Valerija Dmitriewna Schälike (geb. Sotnikowa) wurde am 18. Januar 1937 in Woronesch geboren. Sie wuchs in Moskau auf und schloss an dem Moskauer Städtischen Pädagogischen Institut das Fach „Mathematik und technisches Zeichnen“ ab. Ihren beruflichen Werdegang begann sie als Programmiererin am Staatlichen Moskauer Luftfahrtinstitut, wo sie 1962 ihren zukünftigen Ehemann Wolfgang Schälike kennenlernte. Nach ihrer Übersiedlung in die DDR im Mai 1963 arbeitete Valerija Schälike als Programmiererin und Systemanalytikerin in Instituten der Nationalen Volksarmee und der Medizinischen Akademie Dresden. Zeitweilig übersetzte sie für „Neues Deutschland“ und RGW. Die deutsch-russische Verständigung ist Valerija Schälike seit langem eine Herzenssache. Sie gründete vor 25 Jahren den russischen Leseklub bei der Gesellschaft Sachsen-Osteuropa, aus dem das Deutsch-Russische Kulturinstitut e.V. 1993 entstand. Seit dieser Zeit ist sie ununterbrochen Vorstandsmitglied. Vor 10 Jahren hatte sie als Projektleiterin das Dostojewskij-Denkmal-Projekt in Dresden mit der feierlichen Enthüllung des Denkmals erfolgreich zu Ende geführt. Auf der Feier dankte der Vorstandvorsitzende Dr. Wolfgang Schälike seiner Frau für die gemeinsamen vielen Jahrzehnte, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Vitaliy Kolesnyk überreichte ihr Geschenke und verlas Glückwünsche vom russischen Botschafter Wladimir Grinin, dem Leiter des Russischen Hauses Alexander Anisimov und dem Geschäftsführer der Stiftung „Russkiy Mir“ Vladimir Kochin. Von der Stiftung erhielt Valerija Schälike außerdem eine Ehrenurkunde. Auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert hatte ihr einen Glückwunschbrief geschrieben. Freyja Ebner spielte ein Stück von Grieg auf dem Klavier, Valentina Katschenko las ein eigen geschriebenes Gedicht vor, Alexander Yaryshko schenkte Valerija Schälike eine russische Medaille „80 Jahre“. An dem reichlich gedeckten Festtisch wurden Lieder angestimmt und das Jubiläum fröhlich...
Altes Neues Jahr 2017

Altes Neues Jahr 2017

Zum russischen Alten Neuen Jahr lud der DRKI-Vorstand Vereinsmitglieder und Freunde des Vereins zu einer gemütlichen Feier am 14. Januar 2017 ein, um sich für die Unterstützung im vergangenen Jahr zu bedanken. Der DRKI-Vorstandsvorsitzende Dr. Wolfgang Schälike und der stellvertretende Vorstandvorsitzende Vitaliy Kolesnyk begrüßten die Gäste und erzählten von den wichtigsten Ereignissen im vergangenen Jahr. Herr Dr. Schälike hob u.a. die Dostojewskij-Feierlichkeiten im November 2016 http://www.drki.de/dostojewskij-festlichkeiten-2016/ hervor und sprach über die Pläne in diesem Jahr. Ein besonderes Konzertprogramm hatten die Petersburger Musiker und Freunde des Hauses Elena Rubinova am Klavier und Sergej Nikulin am Fagott erarbeitet. Das Publikum hörte ruhige und lebhafte Stücke von Tschaikowskij, Mussorgskij, Rachmaninow und Glinka, von denen einige die Musiker extra für Klavier und Fagott arrangiert hatten. So kamen wir in den seltenen Genuss, u.a. Mussorgskijs „Träne“ und Tschaikowskijs „Humoresque“ anstatt in der reinen Klavierfassung diesmal mit Fagott zu hören. Der warme und melancholische Klang des Holzblasinstruments berührte und faszinierte unsere Gäste sehr. Elena Rubinova, die das Rimskij-Korsakow-Konservatorium abgeschlossen und lange Zeit dort als Konzertmeisterin gearbeitet hat, beeindruckte mit ihrem brillanten Klavierspiel, besonders bei Mussorgskijs „Scherzo“. Gemeinsam mit ihrem Ehemann Sergej Nikulin, der ebenfalls das Rimskij-Korsakow-Konservatorium abgeschlossen hat und bei renommierten Petersburger Orchestern als Solist arbeitet, führte sie Glinkas unvollendete Sonate für Viola und Klavier in der Fassung für Fagott auf. Diese Sonate wird recht selten aufgeführt und war der Höhepunkt des Konzerts. Als Geschenk aus Dresdens Partnerstadt übergab Frau Rubinova Herrn Dr. Schälike einen Kalender mit Aquarellen des Künstlers Vasily Sadovnikov. Im Anschluss an das Konzert kamen Künstler und Gäste beim traditionellen DRKI-Buffet ins Gespräch. Bei Kaviarbrötchen und Vinegret-Salat lernten neue und alteingesessene, junge und...
Dostojewskij-Festlichkeiten 2016

Dostojewskij-Festlichkeiten 2016

Seit 10 Jahren steht das Dostojewskij-Denkmal zwischen Sächsischem Landtag und dem Kongresszentrum an der Elbe, aber nur wenige wissen, warum. Das DRKI hat deshalb eine Infotafel auf Deutsch, Russisch und Englisch erstellen lassen, die am 11. November 2016, dem 195. Geburtstag von Dostojewskij, enthüllt wurde. Am späten Nachmittag versammelten sich Vereinsmitglieder und geladene Gäste rund um das Denkmal. Darunter war der ehemalige Dresdner Oberbürgermeister Dr. Ingolf Roßberg, der gemeinsam mit dem DRKI-Vorstandsvorsitzenden Dr. Wolfgang Schälike die Infotafel enthüllte. Beide erinnerten in ihren Ansprachen an die Herausforderungen, mit denen das DRKI für die Errichtung des Denkmals zu kämpfen hatte. 10 Jahre hatten die Bemühungen um die Errichtung gedauert. Die Enthüllung des Denkmals hatte am 10. Oktober 2006 mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem sächsischen Ministerpräsidenten Georg Milbradt stattgefunden (siehe Seite Projekte). Auch der amtierende Leiter des Russischen Hauses der Wissenschaft und Kunst in Berlin Alexander Anisimov sowie eine Vertreterin des Russischen Generalkonsulats in Leipzig gedachten in ihren Ansprachen an die Bedeutung des Denkmals und dankten Herrn Schälike und seiner Frau für ihre Bemühungen. Anschließend legten die Gäste Blumen am Denkmal nieder. Danach wurde im DRKI der vereinseigene Film über die Enthüllung des Denkmals erstmals in der Öffentlichkeit gezeigt. Die Gäste lauschten den gefilmten Reden von Merkel, Putin und Milbradt interessiert. Danach trug Michael Zschech eine Passage aus Dostojewskijs „Idiot“ vor. Virtuose russische Klaviermusik gespielt von der Petersburger Pianistin Elena Rubinova sowie ein reichlich gedeckter Buffett-Tisch rahmten die Festveranstaltung stimmungsvoll ein. Auch Dr. Werner Barlmeyer, ehemaliger Kulturamtsleiter von Dresden, war unter den Gästen. Im Anschluss fand die Vernissage der Fotoausstellung „Lichte Nacht“ der Petersburger Fotografin Ljudmila...
International unterwegs

International unterwegs

Im Sommer 2016 waren Vertreter des DRKI e.V. bei hochrangigen Konferenzen in Russland anwesend und vertraten dabei auch die Stadt Dresden. Am 7. Juni war der Vorstandsvorsitzende des DRKI Dr. Wolfgang Schälike auf Einladung des Deutsch-Russischen Forums, des Bundesverbands Deutscher West-Ostgesellschaften sowie der Gesellschaftskammer der Russischen Föderation auf der Konferenz „Deutsch-Russische kommunale Partnerschaften auf dem Weg – von Karlsruhe 2015 nach Krasnodar 2017“ in Moskau.  Die Dresdner Partnerstadt vertrat auf der Konferenz unser Petersburger Vereinsmitglied Alexander Yaryshko. Vom 14.-16. Juli nahm Kulturmanagerin Freyja Ebner als Jungdelegierte am 15. Petersburger Dialog in St. Petersburg in der Arbeitsgruppe Kultur teil. Der Petersburger Dialog  fördert als Diskussionsplattform die Verständigung sowie einen offenen Dialog zwischen allen Bereichen der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands. Am 28. und 29. August nahm Vereinsvorstandsmitglied Dr. Nadeschda Dosch an dem Internationalen Forum „In Einheit mit Russland“, das von der Stiftung Russkiy Mir veranstaltet wurde, in Moskau teil. Das Forum widmete sich der künftigen stärkeren kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Zusammenarbeit Russlands mit russischen Staatsbürgern auf der ganzen Welt....