Als Pendent zu unserem Projekt „Russische Spuren in Dresden" haben wir 2009 eine Ausstellung zum Thema „Sächsische Spuren in Russland vorbereitet. Hier konzentrieren wir uns auf Persönlichkeiten aus Sachsen, die in Russland gewirkt oder dort längere Zeit gelebt haben; zum anderen machen wir mit Sächsischen Erfindungen bekannt, die inzwischen in ganz Europa zum Alltag gehören.
Zu den Persönlichkeiten, über die im Projekt berichtet wird, gehören zum Beispiel der Barockdichter Paul Fleming, der Erfinder der Homöopathie Samuel Hahnewald, die Theater-Legende Caroline Neuber („die Neuberin"), die Pianistin Clara Schumann und der Opernkomponist Richard Wagner, aber auch Graf Nikolaus Ludwig von Zinzendorf und seine Herrnhuter Brüder, die von 1765 bis 1892 in Sarepta an der Wolga (heute befindet sich dort ein Vorort von Wolgograd) eine erfolgreiche deutsche Kolonie betrieben haben.
Viele Menschen in der ganzen Welt und natürlich auch in Russland kennen und nutzen heute Erfindungen aus Sachsen, ohne dass sie vielleicht von deren Herkunft etwas wissen: so zum Beispiel den Kaffeefilter und den Teebeutel, Milchschokolade und Kondensmilch, Orchestrion und Thermoskanne, Meißner Porzellan, Perücken, zur Adventszeit Nussknacker, Räuchermännchen und Schwibbogen aus dem Erzgebirge, Spiegelreflexkameras oder die edle Plauener Spitze. - In unserem Projekt erfährt man viele Fakten und Hintergründe zu diesen Erfindungen in mehr als 50 Texten.