Herzlich willkommen beim DRKI Dresden

Seit mehr als 20 Jahren widmen wir uns dem deutsch-russischen Kulturdialog. 
Mit verschiedensten Projekten und Veranstaltungen 
bereichern wir die Dresdner Kulturlandschaft. 
Stöbern Sie in unserem abwechslungsreichen Programm und 
schauen Sie gerne auch mal bei uns vorbei!

 
  1. Russlands Weiten

    1. November 2017 @ 19:00 - 23. Februar 2018 @ 17:00
  2. Vernissage der Fotoausstellung „Baschkortostan Heute“

    Februar 1 @ 10:00 - 17:00

Länderabend Baschkortostan

 

Am 21. November 2017 besuchte eine Delegation aus der russischen Republik Baschkortostan Dresden. IM Rahmen der Baschkirischen Kulturtage anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft zwischen Ufa und Halle/Saale sowie dem Verein „Freunde Baschkortostans“ stattete die Delegation auch dem DRKI in Dresden einen Besuch ab. Der stellvertretende baschkirische Premierminister Salavat Gagitov, die baschkirische Kulturministerin Amina Shafikova, der Vorsitzende des Vereins „Vereinigung der Deutschen in Baschkortostan Wiedergeburt Leonid Kasper, der Stellvertreter der Stadtverwaltungsleitung von Ufa Syntimir Bayazitov u.a. stellten im DRKI ihre Arbeit und Projekte vor. Aus Genf und Estland waren außerdem Vertreter von baschkirischen Organisationen gekommen. Nach einer informellen Runde am Samowar gab Amina Shafikova ihre pianistischen Künste am Flügel im DRKI-Saal zum besten und beeindruckte die Gäste sehr. DRKI-Vorstandsvorsitzender Dr. Wolfgang Schälike nahm viele besondere Geschenke der baschkirischen Gäste entgegen, darunter Filme, Bücher, Baschkirischer Honig und traditionelle Instrumente wie eine Art Maultrommel und Kurai (Flöte).

Am Abend fand in der Alten Mensa der TU Dresden der Länderabend „Baschkortostan“ statt, den die Hochschulgruppe „Drushba“ unter der Leitung von  Prof. h.c. Dr. Verena Barth gemeinsam mit dem DRKI organisiert hatte. Vor mehr als 200 Zuschauern zeigten Künstler der Baschkirischen Staatlichen Husain Akhmetov-Philharmonie und des Staatlichen Akademischen Volkstanzensembles „Fayza Gaskarov“ eine beeindruckende, farbenfrohe, lebendige Mischung von Tänzen und Gesängen. Unter den Zuschauern war auch der Vizekonsul der Russischen Föderation in Leipzig Ilya Matveev, der die Delegation begrüßte. Salavat Gagitov überreichte Dr. Schälike noch ein besonderes Geschenk, eine Jurte, die auf einem bemalten großen Teller abgebildet ist. „ Wir wurden so freundlich im Deutsch-Russischen Kulturinstitut empfangen, es soll eine Jurte haben“, so der stellvertretende Premierminister. Das Publikum bekam außerdem den Film „Etegan“, der mit ausdrucksstarken Bildern das Leben und die Traditionen des Nomadenvolks der Baschkiren zeigt, zu sehen. Verena Barth stellte im Anschluss die Republik Baschkortostan vor – seit 20 Jahren führt die TU Dresden einen einen gegenseitigen Studentenfachaustausch mit der Plechanow-Universität Ufa durch.

Der Abend war ein voller Erfolg und trug zu einem weiteren Dialog der Kulturen und Zivilisationen bei.

 

Institutionelle Förderung 2018

An die Stadträte
im Kulturausschuss der Landeshauptstadt Dresden

Dresden, 27.November 2017

Institutionelle Förderung 2018

Sehr geehrte Damen und Herren,

zufällig haben wir von der Vorlage zur Kommunalen Kulturförderung der Institutionellen Förderung 2018 und der drohenden Kürzung um fast 25% für das Deutsch-Russische Kulturinstitut e.V. erfahren. Weder haben die Mitglieder der Facharbeitsgruppe noch des Kulturbeirats noch der Verwaltung mit uns darüber gesprochen bzw. uns vorgewarnt. Eine Kürzung ist für unseren Verein existenzgefährdend, da wir unsere Mietzahlungen vor allem durch die institutionelle Förderung tätigen. Die genauen Gründe für die Kürzung sind uns nicht bekannt.

Im heutigen kurzen Telefonat mit der Integrations- und Ausländerbeauftragten Frau Winkler habe ich über eine inhaltliche Neuorientierung gesprochen, die sie in ihrer Stellungnahme … vorschlägt. Wir sind bereit, mit Unterstützung der Stadt die Ausrichtung unserer Arbeit im Interesse der Stadt Dresden gemeinsam zu besprechen und zu realisieren. Wir stimmen dem Vorschlag von Frau Winkler, uns personell bei der Neuausrichtung bei gleichbleibender Fördersumme wie 2017 zu unterstützen, zu.

Wir haben uns im letzten und diesen Jahr bewusst neuen Kulturkreisen und Zielgruppen geöffnet: Hochrangige Gäste aus den muslimisch geprägten Republiken Tatarstan und Baschkortostan waren bei uns zu Besuch. Außerdem haben wir mit syrischen Flüchtlingen, die Russisch sprechen bzw. Interesse an der russischen Kultur haben, wertvolle Kontakte geknüpft und mit ihnen gut besuchte literarische und musikalische Abende veranstaltet! Exkursionen mit Einheimischen, Migranten und Flüchtlingen in diesem Jahr dienten einem wahren Austausch zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen!

Wir engagieren uns aktiv bei dem Erhalt des Sowjetischen Garnisonfriedhofs und fördern die Gedenkkultur auch bei Jugendlichen – so nehmen wir seit vielen Jahren erfolgreich bei dem Projekt Spurensuche der Sächsischen Jugendstiftung teil! Des Weiteren bieten wir jüdischen Zuwanderern aus dem russischsprachigen Raum, die Berufsmusiker sind, eine Plattform für ihren Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt. Wir haben unsere Arbeit erweitert und wollen dies auch in Zukunft fortsetzen. Unsere Arbeit ist in Zeiten der schwierigen politischen Großwetterlage ein wertvoller Einsatz für den interkulturellen Zusammenhalt und die Begegnung zwischen den Völkern.

Wir bitten Sie, die Förderung für 2018 mindestens auf dem Niveau von 2017 zu belassen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Wolfgang Schälike
Vorstandsvorsitzender des DRKI e.V.

Familie Zwetajew: russische Weltkultur in Dresden

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Von April bis Mitte November forschten Jugendliche im Rahmen des Projekts „Spurensuche“ der Sächsischen Jugendstiftung gemeinsam mit dem DRKI über die russische Nationaldichterin Marina Zwetajewa und ihren Vater, den Kunsthistoriker und Gründer des Puschkin-Museums in Moskau, Iwan Zwetajew in Dresden. Anlass war der 125. Geburtstag Zwetajewas im Oktober 2017, bei dem eine Infotafel an dem Wohnhaus (Rißweg 14 am Weißen Hirsch) eröffnet werden sollte (und auch wurde, siehe https://www.drki.de/zwetajewa-fest/).

Die Jugendlichen durchforsteten Material, welches zu Zwetajewa in Dresden bereits vorhanden war (u.a. vom DRKI und von Herrn Hexelschneider). Außerdem sprachen wir in Leipzig mit Elena Beleninova, die früher im Zwetajewa-Museum in Moskau gearbeitet hatte und uns viel wertvolles Material gab. Anhand der Biografie von Anastasja Zwetajewa (der Schwester Marinas) fanden wir viele Berichte über die Zeit Marinas in Dresden: Im Sommer 1910 kam sie auf Wunsch ihres Vaters, welcher beruflich in Dresden zu tun hatte, mit ihrer Schwester zur Pfarrersfamilie Bachmann nach Oberloschwitz. Der offizielle Grund war, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern, aber insgeheim wollte Zwetajewas Vater seine Töchter dem Einfluss der Moskauer Boheme entziehen. In Dresden fiel Marina durch ihr extravagantes Aussehen (kurze Haare, hochhackige Schuhe, Zigaretten) auf, welches jedoch zu ihrer Überraschung toleriert wurde. Ein paar Gedichte entstanden auch zu dieser Zeit.

Iwan Zwetajew, der ein bedeutender Archäologe, Altphilologe und Kunsthistoriker war, wollte in Russland ein öffentliches Skulpturenmuseum gründen. Das Albertinum in Dresden gefiel ihm am besten. 1881 bis 1912 führte er einen intensiven Briefwechsel mit Georg Treu, dem Direktor des Albertinums. Treu war übrigens deutschbaltischer Herkunft. 1912 gründete Zwetajew das „Kaiser-Alexander-III.-Museum der schönen Künste“ in Moskau, heute bekannt als das Staatliche Museum für Bildende Künste A.S. Puschkin. „ In Moskau ein kleines Albertinum bauen“, so lautete Zwetajews Vorstellung. In dem Projekt erarbeiteten die Jugendlichen Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Museen: so ist z.B. das Albertinum komplex strukturiert und die Exponate sind verschieden im Raum angeordnet, während das Puschkin-Museum einfach strukturiert ist und die Exponate in einförmigen Reihen angeordnet sind. Bei dem Design der Infotafel für das Wohnhaus von Marina Zwetajewa halfen die Jugendlichen ebenso mit und waren teilweise bei den Feierlichkeiten am 8. Oktober 2017 dabei. Im Landtag zeigten wir eine Power-Point-Präsentation mit allen wichtigen Informationen, außerdem beeindruckten zwei Roll-Ups zu Zwetajewa und Zwetajew. Die Teilnehmerin und Praktikantin Emma Volkova hatte diese Roll-Ups alleine (!) angefertigt.

Teilgenommen haben an dem Projekt Alaa Al Saad, Alissa Otto, Caroline Hensel, Christina Wächter, Daniil Shevchenko, Dora Röder, Emma Volkova, Ivan Podgorny und Maxim Wermter. Freyja Ebner vom DRKI leitete das Projekt gemeinsam mit Emma Volkova.

Wir freuen uns sehr über das gelungene Projekt und hoffen, die Ausstellung vielen Kulturinteressierten und Schulklassen zu zeigen.

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Syrisch-russische Klänge

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Im Rahmen des Projektes „Dialog der Zivilisationen“ lud das DRKI am 15. November 2017 zu einem syrisch-russischen Konzertabend mit der russischen Pianistin Elena Rubinova und dem syrischen Musikwissenschaftler Obeid Alyousef ein. Beide hatten für den Abend extra ein Programm einstudiert. Obeid Alyousef erläuterte dem Publikum anfangs den Aufbau der Oud, der arabischen Laute, bevor er einige Minuten darauf improvisierte. Elena Rubinova spielte auf dem Flügel u.a. Stücke der russischen Komponisten Alexander Goedicke und Viktor Kuprevitsch.
Beide Musiker spielten in der zweiten Hälfte des Konzerts gemeinsam Stücke von syrischen, aserbaidschanischen, ägyptischen und irakischen Komponisten sowie ein türkisches Lied. Einige der Stücke hatte Obeid Alyousef extra für Oud und Piano arrangiert. Das Publikum war von der ungewöhnlichen Klangkombination Klavier und Oud begeistert.

Nach dem Konzert unterhielten sich die Musiker noch lange mit den Gästen bei russischen und arabischen Süßigkeiten. Es war ein gelungener interkultureller Konzertabend, den das DRKI gerne noch einmal wiederholen möchte, vielleicht sogar auch auf größerer Bühne.

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Posted by DRKI / November 20th, 2017
Category: Musik

Der neue Kulturpalast

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Am 25. Oktober nahmen im Rahmen des Projekts “Dialog der Zivilisationen” 15 Einheimische, Migranten und Multiplikatoren in der Flüchtlingsarbeit an einer Führung durch das neue kulturelle Zentrum Dresdens, den Kulturpalast, teil. Der erst im April wiedereröffnete Bau beeindruckte die Besucher sehr – die alteingesessenen Dresdner erinnerten sich noch an den Palast vor der Schließung 2012 und freuten sich, wieviel Altes mit in die neue Konzeption eingearbeitet und beibehalten wurde. Alle waren von dem lichtdurchfluteten Foyer und dem warmen korallfarbenen Teppichboden beeindruckt. Höhepunkt der Führung war der neue Konzertsaal, der bei der Gruppe durch seine moderne helle Atmosphäre, der Orgel sowie einer besonders guten Akustik einen bleibenden Eindruck hinterließ. Im Anschluss gab es noch einen kleinen Einblick in die Städtische Bibliothek, die nun im Kulturpalast untergebracht ist.

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